Alice Kohli

Ich bin Journalistin und Rechercheurin sowie angehende Physiklehrerin und lebe mit meiner Familie beim Milchbuck. Vor rund zwanzig Jahren zog ich von Effretikon nach Zürich, kurz nachdem das Tanzverbot an Bettagen aufgehoben wurde. Ich erlebte eine lebensfrohe Stadt mit vielen Freiräumen. Die folgenden Aufwertungsprozesse verfolgte ich kritisch – besonders da, wo die Interessen der Bewohner auf diejenigen der Investoren trafen.

 

Als Journalistin berichtete ich für die NZZ über das Weltgeschehen, recherchierte in internationalen Netzwerken zu Migration und verfasste preisgekrönte Reportagen. Ich verliess den klassischen Journalismus 2015, um für Public Eye die Machenschaften der Pharmaindustrie und den Einfluss von Schweizer Agrarhandelsriesen zu erforschen. Bei der NGO lernte ich auch viel über das politische Handwerk – besonders mit Blick auf die Konzernverantwortungsinitiative, die meine Arbeit wesentlich prägte.

 

Vor kurzem habe ich mich entschlossen, mein Physik-Studium wieder aufzunehmen, das ich 2006 mit einem Bachelor abgeschlossen habe. Meine grosse Neugierde ist mein Antrieb – und ich möchte als Physiklehrerin insbesondere jungen Mädchen die Angst vor Technik und mathematischen Formeln nehmen. Chancengleichheit ist mir ein genau so grosses Anliegen wie internationale Steuergerechtigkeit. Ich will mich für eine kluge und nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen und wünsche mir eine solidarische Stadt, mit Wohn-, Bildungs- und Kulturangeboten für Alle.